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Elektriker Homepage erstellen: Anleitung in sieben Schritten

Von der leeren Domain bis zur ersten Anfrage: Was Sie der Reihe nach erledigen müssen, wenn Sie die Homepage Ihres Elektrobetriebs selbst aufsetzen wollen.

Eine Elektriker Homepage erstellen ist weniger eine Design- als eine Organisationsaufgabe. Der Teil, an dem die meisten Betriebe scheitern, ist nicht die Technik — sondern das Sammeln der Inhalte. Diese Anleitung geht deshalb in der Reihenfolge vor, in der Sie tatsächlich arbeiten sollten.

Schritt 1: Legen Sie fest, was die Seite leisten soll

Bevor Sie über Farben nachdenken, beantworten Sie eine Frage: Was soll auf der Seite passieren? Für die allermeisten Elektrobetriebe lautet die Antwort „Anruf oder Anfrage“ — nicht „Bekanntheit“ und nicht „Imagepflege“. Diese Entscheidung bestimmt alles Weitere: Wenn der Anruf das Ziel ist, gehört die Telefonnummer nach oben und nicht in die Fußzeile.

Schreiben Sie sich außerdem auf, welche Aufträge Sie eigentlich wollen. Ein Betrieb, der lieber Gewerbeaufträge macht, braucht eine andere Startseite als einer, der von Wallbox-Installationen lebt. Wer alles anbietet, wird für nichts gefunden.

Schritt 2: Domain und Hosting wählen

Die Domain sollte kurz sein, Ihren Betriebsnamen enthalten und auf die Länderendung Ihres Marktes laufen: .de, .at oder .ch. Bindestriche sind in Ordnung, wenn sie die Lesbarkeit verbessern. Eine Domain mit Ortsnamen darin ist kein Rankingvorteil mehr, kann für Kunden aber eingängig sein.

Beim Hosting gilt: Für eine Handwerker-Website brauchen Sie kein teures Paket. Eine statische HTML-Seite läuft auf dem günstigsten Tarif jedes Anbieters und ist dort schneller als ein aufgeblähtes System auf einem größeren Server. Wichtig sind nur zwei Dinge: ein Serverstandort in der EU beziehungsweise in der Schweiz und ein kostenloses SSL-Zertifikat.

Schritt 3: Die Seitenstruktur planen

Planen Sie die Struktur auf Papier, bevor Sie eine Zeile schreiben. Diese Gliederung deckt den Bedarf der meisten Elektrobetriebe ab:

SeiteAufgabePflicht?
StartseiteBetrieb, Ort und Leistungen in fünf Sekunden erklärenja
Leistungsübersichtalle Gewerke auf einen Blickja
Je eine Seite pro Hauptleistungeine Suchabsicht vollständig beantwortenempfohlen
NotdienstErreichbarkeit, Gebiet und Anfahrtskosten nennenwenn angeboten
Über uns / TeamGesichter und Qualifikation zeigenempfohlen
KontaktAnruf, Formular, Anfahrt, Öffnungszeitenja
Impressumgesetzliche Anbieterkennzeichnungja
DatenschutzerklärungAufklärung über Datenverarbeitungja

Mehr als diese Seiten braucht am Anfang niemand. Eine Blog-Rubrik, die nach zwei Beiträgen verwaist, schadet mehr, als sie nützt.

Schritt 4: Inhalte sammeln

Das ist der Schritt, der wirklich Zeit kostet. Legen Sie einen Ordner an und sammeln Sie darin alles, bevor Sie mit dem Bauen beginnen:

  • Vollständiger Betriebsname mit Rechtsform, Anschrift und Registerdaten
  • Telefonnummern, E-Mail-Adressen und Öffnungszeiten
  • Liste aller Leistungen, sortiert nach Umsatzanteil
  • Ortsnamen Ihres Einzugsgebiets
  • Logo als Vektordatei, falls vorhanden
  • Fotos: Team, Fahrzeug, fertige Arbeiten — lieber echt als geliehen
  • Vorhandene Bewertungen und Auszeichnungen
  • Angaben zu Qualifikationen: Meisterbrief, Innung, Konzession, Bewilligung

Schritt 5: Texte schreiben, die Ihre Kunden verstehen

Schreiben Sie so, wie Sie am Telefon sprechen. „Wir realisieren ganzheitliche elektrotechnische Lösungen“ sagt niemandem etwas. „Wir hängen Ihre Wallbox an, melden sie beim Netzbetreiber an und übernehmen die Inbetriebnahme“ schon.

Drei Regeln helfen fast immer: Erstens, jede Leistung bekommt einen Satz, der sagt, was der Kunde am Ende hat. Zweitens, Preise oder zumindest Größenordnungen nennen — Seiten ohne jede Preisangabe erzeugen Anrufe, die nach zwei Minuten im Nichts enden. Drittens, Fachbegriffe erklären: „Fehlerstromschutzschalter, umgangssprachlich FI-Schalter“ kostet drei Wörter und spart Ihnen Rückfragen.

Schritt 6: Technik, Tempo und Rechtliches

Drei technische Punkte entscheiden darüber, ob die Seite funktioniert:

  1. Mobil zuerst. Der größte Teil Ihrer Besucher kommt vom Handy, viele davon mit einem akuten Problem. Die Telefonnummer muss ohne Zoomen antippbar sein.
  2. Ladezeit. Jede Sekunde kostet Besucher. Große, unkomprimierte Fotos sind die häufigste Ursache. Bilder gehören auf die tatsächlich benötigte Größe skaliert und in ein modernes Format gebracht.
  3. Rechtliches. Impressum und Datenschutzerklärung sind Pflicht. Wer Schriften von einem externen Server lädt oder Analysewerkzeuge einbindet, braucht zusätzlich eine Einwilligungslösung. Wer beides vermeidet, spart sich das Banner.

Schritt 7: Livegang, Google Business Profil und erste Bewertungen

Am Tag des Livegangs ist die Arbeit nicht zu Ende, sondern fertig für den zweiten Teil. Melden Sie die Seite in der Google Search Console an, reichen Sie die Sitemap ein und richten Sie Ihr Google Business Profil ein oder prüfen Sie es — wie das geht, steht in einem eigenen Beitrag: Google Business Profil für Elektriker optimieren.

Fragen Sie dann die nächsten fünf zufriedenen Kunden nach einer Bewertung. Nicht per Serienmail, sondern direkt beim Abschluss der Arbeit. Fünf echte Bewertungen wirken stärker als jede Gestaltung.

Selbst machen oder machen lassen?

Selbst machen lohnt sich, wenn Sie Zeit haben und Freude daran. Rechnen Sie realistisch mit 20 bis 40 Stunden für die erste Fassung. Wenn Ihnen diese Zeit fehlt, lesen Sie weiter bei Elektriker Homepage erstellen lassen — dort stehen Kosten, Ablauf und die Fragen, die Sie jedem Anbieter stellen sollten.

FAQ

Häufige Fragen zum Thema

Wie lange dauert es, eine Elektriker-Homepage selbst zu erstellen?

Rechnen Sie mit 20 bis 40 Stunden für die erste vollständige Fassung, verteilt über mehrere Wochen. Der größte Anteil entfällt nicht auf die Technik, sondern auf das Sammeln von Inhalten und das Schreiben der Texte.

Brauche ich ein Content-Management-System?

Für einen Elektrobetrieb meist nicht. Ein CMS lohnt sich, wenn mehrmals pro Woche neue Inhalte erscheinen. Eine Handwerker-Seite ändert sich dagegen vielleicht dreimal im Jahr. Statisches HTML ist dafür schneller, sicherer und wartungsfrei.

Was kostet Domain und Hosting für eine Elektriker-Homepage?

Für eine statische Seite genügt ein Einsteigertarif. Domain und Hosting zusammen liegen in der Praxis meist unter 100 € im Jahr. Teurere Pakete bringen für eine Handwerker-Website in der Regel keinen messbaren Vorteil.

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