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Google Business Profil für Elektriker optimieren

Der Kartenblock über den Suchergebnissen bringt Elektrobetrieben oft mehr Anrufe als die Website selbst. So richten Sie das Profil richtig ein.

Suchen Sie einmal nach „Elektriker“ plus Ihrem Ort. Über den normalen Treffern steht ein Kartenausschnitt mit drei Betrieben, dem sogenannten Local Pack. Wer dort auftaucht, bekommt einen großen Teil der Anrufe — oft ohne dass der Kunde die Website überhaupt öffnet. Gesteuert wird dieser Block über das Google Business Profil, früher Google My Business.

Warum das Profil für Elektriker besonders viel bringt

Elektriker werden fast immer lokal und oft dringend gesucht. In beiden Fällen bevorzugt Google Ergebnisse mit Standortbezug. Dazu kommt: Der Kartenblock zeigt Telefonnummer, Öffnungszeiten, Entfernung und Bewertungen auf einen Blick — genau die vier Angaben, nach denen ein Kunde entscheidet.

Das Profil ersetzt die Website nicht. Es führt zu ihr hin, und es zieht seine Glaubwürdigkeit unter anderem daraus, dass die Angaben auf der Website übereinstimmen.

Schritt 1: Die richtige Hauptkategorie wählen

Die Hauptkategorie ist die wichtigste einzelne Einstellung im ganzen Profil. Sie entscheidet, bei welchen Suchen Sie überhaupt in Frage kommen. Wählen Sie die Kategorie, die Ihr Kerngeschäft beschreibt — für die meisten Betriebe „Elektriker“ — und ergänzen Sie Nebenkategorien nur dort, wo Sie die Leistung wirklich anbieten.

Häufiger Fehler: zu viele Nebenkategorien. Wer zusätzlich Solaranlagen, Sicherheitstechnik, Alarmanlagen und Klimaanlagen einträgt, obwohl davon zwei nur gelegentlich vorkommen, verwässert das Profil.

Schritt 2: Name, Adresse, Telefon — überall identisch

Diese drei Angaben werden als NAP-Daten bezeichnet, nach Name, Address, Phone. Sie sollten überall exakt gleich geschrieben sein: im Profil, im Impressum, in Branchenverzeichnissen, auf Ihrem Fahrzeug. Google gleicht diese Quellen ab — Abweichungen kosten Vertrauen.

  • Betriebsname genau wie im Register, ohne Zusätze wie „Elektriker München günstig“
  • Straße und Hausnummer in derselben Schreibweise wie im Impressum
  • Eine Telefonnummer als Hauptnummer, möglichst die, die auch besetzt ist
  • Öffnungszeiten korrekt, inklusive Feiertagsregelung
  • Website-Adresse mit https und ohne überflüssige Parameter

Schritt 3: Leistungen und Attribute pflegen

Im Profil lassen sich einzelne Leistungen eintragen — nutzen Sie das. Tragen Sie Ihre Hauptleistungen mit denselben Begriffen ein, die auch auf Ihrer Website stehen: Wallbox-Installation, Zählerschrank erneuern, E-CHECK beziehungsweise Anlagenüberprüfung, Störungsdienst.

Attribute wie „Vor-Ort-Service“ oder Angaben zu Barrierefreiheit und Zahlungsarten kosten zwei Minuten und erscheinen direkt im Profil. Wenn Sie einen Notdienst anbieten, sollte das aus Öffnungszeiten und Leistungen eindeutig hervorgehen.

Schritt 4: Fotos, die etwas zeigen

Profile mit Fotos werden deutlich häufiger angeklickt. Wichtig ist nicht die Menge, sondern der Inhalt: das Firmenfahrzeug, das Team, ein fertig montierter Zählerschrank, eine installierte Wallbox. Vorher-Nachher-Paare funktionieren besonders gut, weil sie den Nutzen sichtbar machen.

Achten Sie darauf, dass auf den Fotos nichts zu sehen ist, was nicht veröffentlicht werden darf — Hausnummern fremder Kunden, Namensschilder oder Kennzeichen.

Schritt 5: Bewertungen sammeln und beantworten

Bewertungen sind der stärkste Hebel im Profil, und sie kommen selten von allein. Fragen Sie beim Abschluss der Arbeit direkt danach, am besten mit einem kurzen Link auf dem Handy oder als QR-Code auf der Rechnung. Fünf echte Bewertungen in drei Monaten wirken stärker als 50 Bewertungen aus einer einzigen Woche.

Antworten Sie auf jede Bewertung, auch auf die schlechten — sachlich, kurz und ohne Rechtfertigung. Eine ruhige Antwort auf eine wütende Bewertung überzeugt mehr Leser als zehn Fünf-Sterne-Bewertungen.

Häufige Fehler

  • Ortsnamen oder Keywords in den Betriebsnamen schreiben — verstoßt gegen die Richtlinien und kann zur Sperrung führen.
  • Eine Adresse eintragen, an der niemand arbeitet, nur um in einem anderen Ort zu erscheinen.
  • Das Profil nach der Einrichtung nie wieder anfassen.
  • Bewertungen kaufen — fällt auf und schadet dauerhaft.
  • Öffnungszeiten an Feiertagen nicht pflegen, sodass Kunden vor verschlossener Tür stehen.

Wenn Ihre Website selbst noch nicht steht, beginnen Sie besser dort: Elektriker Homepage erstellen beschreibt die Schritte der Reihe nach.

FAQ

Häufige Fragen zum Thema

Kostet das Google Business Profil etwas?

Nein, die Einrichtung und Pflege sind kostenlos. Bezahlt werden nur Anzeigen, die davon unabhängig sind. Wenn Ihnen jemand eine Gebühr für die bloße Eintragung berechnen will, ist das kein Google-Angebot.

Wie lange dauert die Bestätigung des Profils?

Die Bestätigung erfolgt je nach Fall per Postkarte, Telefon, E-Mail oder Video und dauert meist zwischen wenigen Tagen und zwei Wochen. Bis dahin ist das Profil nur eingeschränkt sichtbar.

Brauche ich eine Website, wenn ich ein Google Business Profil habe?

Ja. Das Profil liefert nur einen Ausschnitt: Kontaktdaten, Bewertungen und ein paar Fotos. Es kann weder Ihre Leistungen erklären noch Vertrauen aufbauen noch gezielt auf einzelne Suchthemen wie die Wallbox-Installation einzahlen. Beides zusammen wirkt, eines allein selten.

Darf ich Kunden um eine Bewertung bitten?

Ja, aktiv nachfragen ist erlaubt und üblich. Nicht erlaubt ist, Bewertungen zu kaufen, mit Rabatten zu belohnen oder nur zufriedene Kunden gezielt auszuwählen und unzufriedene abzuhalten.

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